Neues aus dem Stadtjugendring

Wir sind für euch da! Ein Interview

Unser Geschäftsführer Frederik Schwieger war in der 10. Folge von “linXXnet - talXX” zu Gast. In der Interviewreihe des projektorientierten politischen Büros, mit der Stadträtin und Landtagsmitglied Juliane Nagel (Die Linke), benennt er Herausforderungen während der Pandemie und macht deutlich, dass der Stadtjugendring verstärkt an Lösungen, Ideen und Perspektiven für die Zeit nach der Krise arbeitet.

Der Alltag von Familien, Kindern und Jugendlichen hat sich durch die Corona-Pandemie abrupt verändert und wird weiterhin durch die vielen Maßnahmen ordentlich durchgeschüttelt. Für Familien, Kinder und Jugendliche ohne finanzielles Polster, oder einer komfortablen Wohnung spitzt sich die Situation weiter zu. Die sozialen Unterschiede und Verwerfungen werden durch diese Krise noch weiter zunehmen.

 

 

Mehr Infos zu dieser Analyse von »Klaus Dörre “Nicht jede Krise ist eine Chance”

 

Maßnahmen gegen Kinder- und Jugendarmut sind gefragt

 

Wir wollen als Gesellschaft, als Kinder und Jugendliche sowie als in der Jugendarbeit aktive Verbände diese Pandemie überstehen. Gerade Kinder und Jugendliche, die von Armut bedroht sind, müssen gezielt unterstützt werden.

 

Frederik unterstützt daher die Forderung des Paritätischen Wohlfahrtsverbands für ein Notprogramm für Menschen in Hartz IV. Notwendig sind zusätzlich 100 Euro pro Monat und Haushaltsmitglied. Insbesondere die wegfallende öffentliche Unterstützung wie Schulessen, der Tafel oder Kochangeboten im Jugendzentrum müssen kompensiert werden.

 

 

Mehr zum vorgeschlagenen Notprogramm findet ihr beim »Paritätischen

 

Ein weiterer Fokus ist natürlich die zukünftige Förderung der Kinder- und Jugendarbeit in Leipzig. Wir wissen, dass auf die Kommunen eine schwierige finanzielle Lage zukommt, aber dennoch ist klar: nur durch die Aufrechterhaltung der sozialen Infrastruktur lassen sich langfristige Folgen dieser Pandemie begegnen. Zudem wirbt Frederik für die Aufnahme der Diskussion einer bedarfsdeckenden Kindergrundsicherung und Schutz vor Kinder- und Jugendarmut in unserer Gesellschaft.

 

 

Mehr zum Thema Jugendarmut erfahrt ihr auf den Webseiten der »Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit. Zudem gibt es ein »Bündnis für die Einführung der Kindergrundsicherung

 

Digitale Endgeräte müssen gefördert werden

 

Für die Jugendarbeit ist der direkte Kontakt mit den Kindern und Jugendlichen sehr wichtig. Aufgrund der Einschränkungen geschieht dies nun im digitalen Raum. Auch Bildungs- und Schulangebote müssen an digitalen Endgeräten umgesetzt werden. In den Förderprogrammen zur Digitalisierung muss daher auch die individuelle Ausstattung der Kinder und Jugendlichen gefördert werden, da diese sich ebenfalls oft kaum die nötigen Geräte und Programme leisten können und somit weiter abgehängt werden.

 

Niemand darf in Krisenzeiten zurück bleiben

 

Die Pandemie trifft nicht alle Menschen gleich und wir wollen das Recht auf eine gute und unbeschadete Kindheit und Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in dieser Zeit weiter erkämpfen.

 

Als lebendiger Teil der Zivilgesellschaft und unterstützende Fachkräfte nehmen wir daher unsere Verantwortung ernst und stehen für eine verlässliche und partnerschaftliche Kinder- und Jugendpolitik. Als Ehren- und Hauptamtlichen der Kinder- und Jugendarbeit lernen wir jeden Tag neu, wie wir mit dieser schwierigen Situation umgehen können. Wir erweitern unsere Angebote, werden kreativ in der Findung neuer Beziehungsarbeit und erproben neue Konzepte. Gerade für die Zeit nach der Krise ist es notwendig, die verlässliche Infrastruktur der Kinder- und Jugendarbeit aufrechtzuerhalten und stetig weiterzuentwickeln.

 

Werdet aktiv

 

Wenn ihr uns dabei unterstützen wollt, engagiert euch bei unseren Mitgliedsverbänden und setzt euch für die kommenden Beteiligungsformate zum Doppelhaushalt in der Stadt Leipzig für die Belange der Kinder und Jugendlichen hier ein.

 

Weitere Informationen erhaltet ihr dazu auf unserer »Webseite oder im vierteljährlichen Newsletter dem »Quarterly.