Der Blog zum Projekt Jugendbeteiligung

Vertrag für das Projekt Jugendbeteiligung gekündigt

Der Stadtjugendring hat mit Wirkung zum 30. September 2015 seinen Vertrag mit dem Amt für Jugend, Familie und Bildung zum "Projekt Jugendbeteiligung" gekündigt. Wie man sich denken kann, haben wir uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, insbesondere vor dem Hintergrund, in den letzten Jahren sehr viel Energie in das Projekt investiert zu haben. Wir können mit Stolz behaupten, dass es ohne uns derzeit kein gewähltes Jugendparlament gäbe und dass wir eine Vision davon hatten und haben, wie Jugendbeteiligung in Leipzig als vernetztes Konzept verschiedenster Beteiligungsstufen und Anbieter aussehen könnte. Leider ist es uns bis heute nicht gut genug gelungen, dafür die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Der Kinder- und Jugendring Sachsen hat ein Modellprojekt "Jugendbeteiligung als Standortfaktor", mit dem er Kommunen dazu berät, welche Gelingens-Bedingungen es braucht, wenn Beteiligung von Kindern und Jugendlichen nachhaltig gestaltet werden soll. Wir stehen in regelmäßigem Austausch mit dem Projekt und mussten bereits im Frühjahr 2015 konstatieren, dass Leipzig eigentlich noch nicht reif sei für ein Jugendparlament. Es sind noch zu viele Dinge offen. Viele Prozesse sind noch nicht gemeinsam reflektiert, doch jede neue Erkenntnis auf Seiten der Erwachsenen wirkt sich jetzt (leider) auf den "laufenden Betrieb" des Jugendparlamentes aus und lenkt die Jugendlichen davon ab, ihren eigenen Weg zu finden.

Unsere engsten Mitstreiter*innen und natürlich die Jugendlichen persönlich, haben wir von der Entscheidung in Kenntnis gesetzt. Es wird nicht verwundern, dass alle darüber traurig sind -auch wir-, obgleich aus unterschiedlichen Gründen. Aber es gab auch unheimlich viel Verständnis und Respekt vor der Entscheidung und die Jugendlichen bedankten sich ausdrücklich für die tolle Arbeit bis hierhin. Wir sind uns einig, dass wir einen Kooperationsvertrag schließen werden und die Zusammenarbeit des Jugendparlamentes und des Stadtjugendringes so in einer neuen unabhängigeren Form verlässlich weiterführen wollen.

Bereits auf der 4. Internationalen Demokratiekonferenz werden wir dies mit unserem gemeinsamen Workshop unter Beweis stellen. Für Anfang Juli war eine Klausur der Jugendparlamentarier*innen geplant, von der wir nicht wussten, ob wir sie unter den neuen Umständen stattfinden lassen sollten. "Jetzt erst recht!" war die Reaktion der anwesenden Jugendlichen, sie wollen mit uns gemeinsam überlegen wie es weitergehen kann, was sie brauchen und vertrauen auf unsere Erfahrung bei der Gestaltung. Ein bisschen wollen sie damit auch einen schönen Abschluss gestalten und sich bedanken. Die Jugendlichen gaben uns dringend mit auf den Weg, dass es für sie sehr wichtig sei, direkt mit den Partnern aus Politik und Verwaltung ins Gespräch zu kommen, wie es jetzt weitergehen wird. Sie erwarten eine Mitentscheidung bei der Auswahl einer neuen Begleitung.

Jedem Ende wohnt ein neuer Anfang inne. Mit den gesammelten Erfahrungen ist dies für uns der Zeitpunkt, neu zu beginnen und gestärkt als Experte für Jugendbeteiligung in Leipzig aus der Krise hervorzugehen.
Es wird neue Wege geben und wir danken allen, die unseren Weg bis hierhin begleitet, uns mit ihrer Kritik bereichert, mit ihrem Lob aufgebaut und mit ihrer Wertschätzung gestärkt haben.


Endspurt bei der Kandidatensuche - Kampagnenvideo und Podcast (13.01.2015)

Am 13.01.2015 startete die Initiativgruppe Jugendparlament mit einem Kampagnenvideo in den Endspurt bei der Kandidatensuche für das Leipziger Jugendparlament.

Auf dem Youtub-Kanal des Stadtjugendring wurde das Kampagnenvideo veröffentlicht und durch die Mitglieder der Initiativgruppe Jugendparlament verbreitet. Binnen weniger Tage erreichte das Video annähernd 4.000 Kinder, Jugendliche und interessierte Erwachsene. Seitdem werden durch die Mitglieder der Initiativgruppe in einem Podcast auf Facebook kurze Videos veröffentlicht, welche den Countdown bis zum Ende des Bewerbungszeitraum begleiten.


Neues Jahr - Neue Mitarbeiter (05.01.2015)

Mandy und Markus haben am 01.01.2015 den Staffelstab von Teresa übernommen und begleiten ab jetzt die Initiative Jugendparlament bei der Kandidatensuche (bis zum 29.01.2015), bei Infoständen und weiteren Aktionen bis zur Wahl in der letzten Märzwoche (23. - 29.03.2015).


Frohe Weihnachten (18.12.2014)

Auch ich wünsche auf diesem Wege frohe Weihnachten und erholsame Festtage! Ich verabschiede mich zum Neuen Jahr aus dem Projekt Jugendbeteiligung im Stadtjugendring und möchte mich daher noch einmal für Eure Unterstützung und Ideen in der gemeinsamen Arbeit bedanken!

Ich denke, dass mit dem Projekt viel für die Leipziger Jugendlichen erreicht werden konnte und wünsche mir für die Nachfolger ein erfolgreiches Gelingen im Projekt.

Eure Teresa


Kinder- und Jugendsprechstunde des OBM (02.12.2014)

Am 2. Dezember 2014 konnten die Kinder und Jugendlichen ihre Fragen an den Oberbürgermeister loswerden. Die Initiative Jugendparlament stellte ihr Image-Video und die Aktionen bis zur Wahl im März vor.


Be part of it! - Zwischenstopp für die Demokratiekonferenz 2015 (11.09.2014)

Zur Vorbereitung der  4.Internationalen Demokratiekonferenz 2015 planten die junge VHS der Volkshochschule Leipzig und der Stadtjugendring Leipzig e.V. eine Veranstaltung in Form einer Zukunftswerkstatt. Ziel war es, dass Jugendliche zusammen mit Politik-Expert*innen, Moderator*innen und den Mitgliedern der Steuerungsgruppe die Konferenz für 2015 vorbereiten. Die Teilnehmer*innen setzten sich in drei verschiedenen Phasen gruppenweise mit den Themen: Inhalt, Ablauf, Beteiligungsmöglichkeit, Format und Nachhaltigkeit auseinander und traten in einen regen Austausch über Demokratieverständnis.

Trotz des geringen Anteils Konferenzerfahrene*r gab es zahlreiche Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge hinsichtlich der oben genannten Themen und Veranstaltungsschwerpunkte. Besonders reges Interesse der Jugendlichen zeigte sich in der Fantasie- und Verwirklichungsphase. Inwieweit die Vorstellungen der Teilnehmer*innen verwirklicht werden können oder die neu gewonnenen  Erkenntnisse eine Rolle für die künftigen Demokratiekonferenzen spielen, wird sich noch zeigen. Viele Jugendliche konnten davon überzeugt werden, wie sinnvoll es ist sich an politischen Prozessen und Veranstaltungen zu beteiligen.

Für die Mitglieder der Steuerungsgruppe ergaben sich viele neue Anregungen die sie in ihre Vorbereitungen zur Demokratiekonferenz 2015 einfließen lassen wollen und beachten müssen. Der Anteil derer, die an der Konferenz mitwirken wollen ist im Laufe der Veranstaltung erkennbar gestiegen.
Text: Alexander Heller


Planspiel Jugendparlament (27.08.2014)

Am 20. und 27. August fand sich in den Ferien, jeweils eine kleine Gruppe Jugendlicher zum "Planspiel Jugendparlament" zusammen. Ziel des Planspiels war es, zu erfahren, was die zukünftigen Aufgaben eines Jugendparlamentariers sein werden. Im Seminarraum des Stadtjugendring wurden zunächst die wichtigsten Informationen rund um das Thema Kommunalpolitik und Jugendparlament vorgetragen und dann hieß es selbst in die Rolle schlüpfen und einen Antrag schreiben!

Nach einer kurzen Mittagspause ging es dann gemeinsam ins Neue Rathaus, um nicht nur einen Blick in den Ratssaal zu werfen, sondern dort auch seinen Antrag den anderen Jugendlichen vorzutragen und gemeinsam zu diskutieren und abzustimmen! Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, einen Tag in die Rolle eines Jugendparlamentariers zu schlüpfen - den Teilnehmer*innen hat es großen Spaß gemacht, so dass wir wohl auch noch einmal in den Herbst- und den Winterferien ein Planspiel anbieten werden.


Was lange währt ... Leipzig bekommt sein erstes Jugendparlament! (16.07.2014)

Jetzt ist es amtlich: Leipzig bekommt (s)ein Jugendparlament! Das beschloss der Stadtrat am 16. Juli 2014, mit deutlicher Mehrheit. Dem vorausgegangen ist ein langer Prozess mit zahlreichen Gesprächen zwischen Politik, Verwaltung und der Initiativgruppe Jugendparlament. "Wir freuen uns besonders für die Jugendlichen, die so lange durchgehalten haben.  Wir begrüßen diesen Beschluss, er stärkt die Jugendbeteiligung in Leipzig und ich hoffe, dass diese Stadt reif ist für ein Jugendparlament", sagt Corinna Graf, Geschäftsführerin im Stadtjugendring Leipzig e.V..

Geht es nach der Mehrheit der Stadträte können noch in diesem Jahr alle rund 35.000 Leipziger Jugendlichen zwischen 14 und 21 Jahren ihr Jugendparlament online wählen. Der genaue Wahltermin wird voraussichtlich im September festgelegt. Das zukünftige Leipziger Jugendparlament wird aus 20 Vertretern bestehen. Acht davon werden den neuen Jugendbeirat verstärken, der die Brücke in den Leipziger Stadtrat bildet. 

"Unser Dank gilt allen, die sich mit viel Engagement für den heutigen Beschluss stark gemacht haben." ergänzt Teresa von Jan, pädagogische Begleitung im Projekt Jugendbeteiligung. Die Arbeit geht jetzt erst richtig los, aber ein wichtiger Schritt ist mit dem heutigen Beschluss getan.


Der heiße Grill - Gib deinen Senf dazu! Grillduell zur Landtagswahl (01.07.2014)

Am 01.07.2014 hieß es wieder: gib deinen Senf dazu! 10 Landtagswahlkandidat*innen stellten sich an den heißen Grill und die Jugendlichen durften ihnen Löcher in den Bauch fragen.


U-18 Wahl im Stadtjugendring (16.05.2014)

Liebe Kinder und Jugendliche unter 18  Jahre - heute habt ihr an verschiedenen Orten in Leipzig die Möglichkeit eure Stimme zur Europawahl und zur Kommunalwahl in Leipzig abzugeben! Auch der Stadtjugendring Leipzig e.V. öffnet dafür von 12 - 18 Uhr und bietet verschiedenes Informationsmaterial und natürlich auch die Wahlzettel, um eure Stimme zu sammeln.

Am 25.05. werden die Ergebnisse dann im Neuen Rathaus und > hier auf der Webseite präsentiert.


Podiumsdiskussion mit den Kandidat*innen für die Europawahl (15.05.2014)

Am 15.05. lud der Europahaus Leipzig e.V. zu einer Podiumsdiskussion mit den Europakandidat*innen in die Alte Handelsbörse ein. Davor und danach hatten alle Interessierten die Möglichkeit auf dem roten Teppich der Initiative Jugendparlament ihr "Gesicht für ein JuPa" zu zeigen und sich im goldenen Rahmen fotografieren zu lassen. Aus den gesammelten Fotos wird eine Collage aller Unterstützer*innen entstehen.


Leipzig zeigt Courage (30.04.2014)

Auch dieses Jahr engagierte sich der Stadtjugendring Leipzig e.V., das Projekt Jugendbeteiligung und die Initiative Jugendparlament am 30.04.2014 bei der "Straße der Demokratie" auf dem Marktplatz. Dabei hatten interessierte Jugendliche und Erwachsene sowie Politiker*innen nicht nur die Möglichkeit sich am Informationsstand über die verschiedenen Aktivitäten schlau zu machen, vielmehr wurde auch der "rote Teppich" ausgerollt, denn bei uns werden die Jugendlichen ernst genommen und dürfen auf dem roten Teppich stehen!

Unter dem Motto "Unser JuPa bekommt ein Gesicht" konnte man sich fotografieren lassen, um sich auch bildlich für ein Jugendparlament in Leipzig stark zu machen. Die Aktion stieß auf großes Interesse und wir konnten einige Interessierte für diese Fotoaktion gewinnen. Ende des Monats soll eine Collage entstehen, die die Mitstreiter*innen und Unterstützer*innen der Initiativgruppe auf dem Weg hin zu einem Leipziger Jugendparlament zeigt.


Fragestunde mit dem Oberbürgermeister (02.04.2014)

Am 02.04. lud die Jugendpresse Sachsen Schülerzeitungsredakteur*innen ein, den Oberbürgermeister von Leipzig Burkhard Jung eine Stunde lang mit Fragen zu löchern. Diesem Aufruf folgten 12 Kinder und Jugendliche und nutzten die Gelegenheit mit Herrn Jung ins Gespräch zu kommen und zu erfahren, was seine Lieblingsmusik ist, aber auch, was ihn am Amt des Oberbürgermeisters reizt.

Ich konnte die Gelegenheit nutzen und im Vorfeld die jungen Redakteur*innen über die anstehende U18-Europawahl und das Jugendparlament zu informieren.


Frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr! (24.12.2013)

2013 war ein ereignisreiches Jahr für das Projekt Jugendbeteiligung, mit vielen Projekten und Aktionen, wie dem Jugendstadtplan, dem Grillduell zur Bundestagswahl, die U18-Wahl, die Demokratiekonferenz und nicht zuletzt der Begleitung des Satzungsprozesses der Initiative Jugendparlament! Es wurde viel gekämpft, es wurde viel geschafft - und so kann motiviert in ein Neues Jahr gestartet werden!

Ich möchte mich bei allen Multiplikator*innen ganz herzlich bedanken, die die Projekte begleitet und unterstützt haben, bei den Jugendlichen die sie engagiert mitgestaltet haben und nicht zuletzt auch bei meinen lieben Kollegen im Stadtjugendring für wunderbare Zusammenarbeit!

Das Neue Jahr wird wieder viele tolle Projekte bereithalten und eins ist jetzt schon sicher: in 2014 findet die Wahl für ein Leipziger Jugendparlament statt!! Ich freu mich drauf :)

Eure Teresa


"Klartext! in der Politik" - Fit für die 3. Internationale Demokratiekonferenz Leipzig (2013)

Am 14. und 15. November 2013 fand in Leipzig die 3. Internationale Demokratiekonferenz statt. Der Leitgedanke „Wir sind Demokratie! Jugend und Politik im Dialog“ soll, wie schon 2011, junge Menschen aus Leipzig, aus Deutschland und Europa zusammenbringen. Der Stadtjugendring Leipzig e.V. führte, gemeinsam mit der Jungen VHS der Volkshochschule Leipzig, Vorbereitungsworkshops sowie eine Klartext!-Veranstaltung für Leipziger Jugendliche durch. Die Workshops dienten zum einen der Vorbereitung auf die Konferenz und das JugendForum, unter anderem vermitteln wir das notwendige KnowHow im Umgang mit Politiker*innen…

Mehr als 70 Jugendliche trafen kurz vor der 3. Internationalen Demokratiekonferenz mit 12 Leipziger Politiker*innen zusammen. In einer entspannten Atmoshäre entstanden leidenschaftliche Diskussionen. Die Abschluss-Statements der Jugendlichen waren selbstbewusst und eindeutig: Sie wünschen sich mehr direkte Einflussmöglichkeiten auf Politik, vor allem im Bereich Bildung und bei kommunalen Fragen. Eine Absenkung des Wahlalters, von manchem Jugendlichen herbeigesehnt, unterstützen einige der Politiker. Gewünscht werden auf kommunaler Ebene vor allem mehr Beteiligungsangebote "...und die sollen auch ehrlich gemeint sein!". Ein ähnliches Anliegen hatte eine andere Jugendliche: "Hier hören Sie uns jetzt zu und das ist toll. Aber sonst vermissen wir Jugendlichen, dass wir von Politiker*innen ernst genommen werden. Hier fehlt der Respekt!". Zustimmung an allen Tischen erfuhr die Idee eines Jugendparlamentes für Leipzig - hier wollen sich einige der Anwesenden zukünftig engagieren.

 


Jugend ist mehr wert! - Gegen Kürzungen in der Jugendhilfe (15.10.2013)

Im Jugendhilfeausschuss am 23. September 2013 wurde der Haushaltsplanentwurf des Amtes für Jugend, Familie und Bildung vorgestellt. Alle Ämter und Dezernate der Stadt Leipzig sollen 2014 einen zehnprozentigen Einsparungsbetrag umsetzen. Laut des Haushaltsplanentwurfes soll der Konsolidierungsbeitrag im Jugendhilfeetat in Höhe von insgesamt 2,2 Millionen Euro demnach zu fast 50% durch Einsparungen bei den freien Trägern der Jugendhilfe realisiert werden, obwohl deren Förderung nicht einmal sieben Prozent des Gesamtetats des AfJFB beträgt.

Damit ist die Vielfalt der Jugendhilfe in Leipzig Gefahr. Die Freien Träger befürchten einen Kahlschlag in der Kinder- und Jugendhilfe.

Uns ist allen bewusst, dass es bei diesem Kürzungsumfang nicht mehr um Angebotseinschränkungen geht, sondern von der Schließung kompletter Einrichtungen auszugehen ist. Mindestens 10 Einrichtungen seien betroffen, wurde durch Herrn Schmidt (amt. Leiter des AfJFB) im Jugendhilfeausschuss mitgeteilt. Die Freien Träger der Jugendhilfe haben sich daher mit einem offenen Brief an die Stadträte der Leipziger Fraktionen, die Bürgermeister und Beigeordneten der Stadt und den amtierenden Amtsleiter des Amtes für Jugend, Familie und Bildung gewandt.


Grillduell mit den Bundestagskandidat*innen (02.07.2013)

Am Dienstag, den 02.07.2013, luden der Stadtjugendring Leipzig e.V. und die Junge VHS der Volkshochschule Leipzig ab 17.30 Uhr unter dem Motto „Der heiße Grill - Gib deinen Senf dazu“ Jugendliche zu einem Grillduell der Leipziger DirektkandidatInnen für die Bundestagswahl 2013 ein.

Knapp 60 interessierte Jugendliche konnten sich von den Grill- und Kochkünsten von Dr. Thomas Feist (CDU), Wolfgang Tiefensee (SPD), Marcus Viefeld (FDP), Monika Lazar, Stefanie Gruner (beide B’90/Grüne), Sebastian Czich, Florian Bokor (beide Piratenpartei) und Mike Nagler (Die Linke) überzeugen lassen. Per Los wurden die KandidatInnen zu zweit in Grillteams aufgeteilt. Bei der gegenseitigen Vorstellung konnten sich die Teams mit jedem zu ihrem Grillpartner genannten Fakt zusätzliche Zutaten erspielen. Für die Zubereitung der Salate und das Grillen holten sich die Teams weitere Unterstützung durch Jugendliche aus dem Publikum. Währenddessen stellten sich die KandidatInnen den Fragen des Publikums, das seine Meinung direkt über zwei Karten zurückmelden konnte: eine Smiley- Karte, um Zustimmung zum Gesagten zu zeigen und eine „Hä?“- Karte, wenn die Antworten zu unverständlich blieben. Themen, die die Jugendlichen besonders beschäftigten, waren vor allem Datensicherheit, gesetzlicher Mindestlohn und das bedingungslose Grundeinkommen. Außerdem konnten sich die Jugendlichen über die am 21. September 2013 anstehende Bundestagswahl sowie die U18- Wahl am 13. September 2013 informieren. In einer Probewahl konnten sie dann dem Kandidaten ihre Stimme geben, der sie am meisten überzeugt hat.

Dabei konnte Monika Lazar (B’90/Grüne) mit 30,23% das beste Ergebnis erzielen und Wolfgang Tiefensee (SPD) mit 25,58% und Dr. Thomas Feist (CDU) mit 13,95% auf die Plätze 2 und 3 verweisen.
Eine Jury aus Jugendlichen bewertete zudem das zubereitete Essen der Grillteams und vergab mit den maximalen 24 Punkten die Bestnote an das Team Lazar/Tiefensee. Knapp dahinter reihten sich die Teams Czich/Nagler (22 Punkte) und Gruner/Bokor (20 Punkte) ein. Im Anschluss an das Grillduell hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, beim gemeinsamen Essen in kleineren Gruppen mit den KandidatInnen ins Gespräch zu kommen. Als Andenken an die Veranstaltung erhielten die KandidatInnen Urkunden mit den erzielten Ergebnissen sowie eine Kochschürze der Volkshochschule Leipzig.

Vielen Dank an die KandidatInnen und Jugendlichen sowie die Helfer, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben!


Jugendkongress 2013 - Berlin! (24.05.2013)

Vom 20. bis 24. Mai ging es für eine kleine Gruppe Jugendlicher aus Taucha und Leipzig nach Berlin zum diesjährigen Jugendkongress! Mit insgesamt über 450 jugendlichen Teilnehmern wurden unter dem Motto "Demokratie mitgestalten" verschiedenste Workshops gestaltet und bis tief in die Nacht diskutiert.
Für das Sightseeing in Berlin war leider nur wenig Zeit - da die Veranstaltung im Kongresszentrum direkt am Alexanderplatz stattfand, waren wir aber quasi "mittendrin" und ein Ausflug zum Brandenburger Tor durfte natürlich nicht fehlen.

Am Dienstag und Mittwoch wurden eine Vielzahl an abwechslungsreichen Workshops angeboten - vom Besuch einer Moschee und die Einführung in das muslimische Leben in Berlin, über einen Workshop zu Respekt und Anerkennung, aber auch Veranstaltungen wie "Extremismus im Alltag - Argumentations- und Handlungstraining" oder ein Graffity-Workshop wurden den 16 - 20jährigen angeboten.
Der Donnerstag wurde mit einem ökumenischen Gottesdienst begonnen, welchem der Festakt zum Tag des Grundgesetzes folgte. Den Tages- (und auch Wochenabschluss) bildete dann die große Abschlussparty in der Kalkscheune.

Die Jugendlichen waren nach der Woche sehr begeistert, dass ihnen die Möglichkeit geboten wurde mit anderen jungen, engagierten Leuten von den unterschiedlichsten Orten Deutschlands ins Gespräch zu kommen und sich über verschiedene Projekte und Ideen der anderen zu informieren.
Es war eine spannende Woche mit wunderbaren Eindrücken und wir sind mit vielen neuen Ideen wieder hier in Leipzig angekommen - hoffentlich geht es nächstes Jahr wieder zum Jugendkongress :) Ich würde mich freuen!


Courage zeigen! (30.04.2013)

Am 30.04. habe ich das Projekt Jugendbeteiligung und Hilde mit Jan die Initiative Jugendparlament auf der Veranstaltung "Leipzig zeigt Courage!" vorgestellt. An einem Infostand waren wir zusätzlich Ansprechpartner für alle Interessierten.

Wir hoffen, dass deutlich wurde, wie wichtig euer Engagement ist, um in Leipzig mitzureden, mitzuentscheiden und vor allem mitzuverändern! Eure Ideen für Projekte sind gefragt! Alle Jugendlichen sind herzlich eingeladen, zu einer Sitzung der Initiative Jugendparlament (jeden Donnerstag um 17:30 Uhr in der Dresdner Str. 82 im Stadtjugendring) zu kommen. Gern können wir gemeinsam auch in einer der Ideen-Sprechstunden (jeden Montag 16 - 18 Uhr in der Bornaischen Str. 49 im Suedpol und jeden Mittwoch 16 - 18 Uhr in der Karl-Heine-Str. 54 im Stadtteilladen) mögliche Projekte planen.

Bei Fragen stehe ich jederzeit gern zur Verfügung!


Ein Jugendparlament für Leipzig? (09.03.2013)

Zu diesem Thema haben der Kinder- und Jugendring Sachsen e.V. und der Stadtjugendring Leipzig e.V. am 08. März 2013 Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und der Initiative Jugendparlament eingeladen, um sich gemeinsam über mögliche Strukturen eines Jugendparlamentes in Leipzig auszutauschen.

Nach einem spielerischen Einstieg in die Thematik mit einem Jugendparlaments-Bingo kamen dann vier verschiedene Arbeitsgruppen zusammen, um u.a. über die Wahl, eine mögliche Altersbegrenzung, die Form der Begleitung, aber auch die Entscheidungsbefugnis eines Jugendparlamentes in Leipzig zu diskutieren.
Anschließend konnten erste Zuständigkeiten und Fristen festgelegt werden - ein zweites Treffen ist erwünscht, aber ein erster wichtiger Schritt auch schon getan: alle Akteure kamen miteinander ins Gespräch und konnten sich über ihre Vorstellungen zu einem Jugendparlament in Leipzig austauschen!


Klartext! Jugendforum zur Oberbürgermeister-Wahl (15.01.2013)

Die Veranstaltung am Dienstag wurde von der Jungen VHS der Volkshochschule Leipzig und dem Stadtjugendring Leipzig e.V. gemeinsam mit Jugendlichen vorbereitet und moderiert. Insgesamt haben ca. 120 Kinder und Jugendlichen den sechs Oberbürgermeisterkandidaten auf den Zahn gefühlt. Die Initativgruppe "Jugendparlament Leipzig" konnte im Rahmen der Veranstaltung die Ergebnisse ihres Projektes "Wo geht es denn hier zur Jugendpolitik?" vorstellen.


Nachtrag zur Stadtratssitzung (20.12.2012)

In der Stadtratssitzung vom 17. Dezember wurde ein Antrag beschlossen, der eine zusätzliche Teilzeitstelle für ein Jugendparlament, angegliedert an das Büro für Ratsangelegenheiten, vorsieht.

Die Jugendlichen der Initiativgruppe Jugendparlament (JuPaLe) sind darüber enttäuscht, weil sie den Eindruck haben, dass auf Ihre Erfahrungen und Projektergebnisse der letzten 1,5 Jahre nicht eingegangen wurde. Die Jugendlichen haben zwischenzeitlich fleißig gearbeitet, Gespräche mit der Politik geführt und haben sich auf gemeinsame Ziele verständigt. "Ziel unserer Initiativgruppe war und ist es, Jugendliche zu motivieren und zu befähigen, ein Jugendparlament in Leipzig zu gründen." so Paul Pjanow von der Initiative. "Erst wurde uns vorgeworfen, wir seien unrealistisch und machen nix. Jetzt, wo wir aktiv waren und sagen, wir brauchen noch drei bis fünf Jahre, ist es auch wieder falsch." so Pjanow weiter. "Jugendbeteiligung ist nicht, wenn man Jugendliche nicht fragt. Die Stadträte haben nicht darauf gehört, was wir Jugendliche eigentlich wollen und über unserer Köpfe hinweg entschieden. So stellen wir uns Beteiligung von Jugendlichen nicht vor!" Es bleibt also weiter spannend...

Text: Auszug aus der SJR Quarterly Ausgabe Weihnachten 2012


Wo geht's denn hier zur Jugendpolitik? (03.12.2012)

So, nun liegt die Bildungsfahrt schon wieder ein Stück zurück - es war ein sehr anstrengendes, aber auch sehr produktives Wochenende gemeinsam mit den Jugendlichen der Initiativgruppe Jugendparlament (JuPaLe) in Bad Lausick.

Neben Diskussionen über die Struktur der Initiativgruppe haben die Jugendlichen vor allem an dem Projekt "Wo geht´s denn hier zur Jugendpolitik?" gearbeitet und es wurde ein konkreter Zeitplan mit Verantwortlichkeiten erstellt.
Ziel des Projektes ist es, Jugendlichen stadtpolitische Themen, insbesondere die OBM-Wahl Leipzig im Januar, näherzubringen. Gleichzeitig soll das JuPaLe in diesem Zuge öffentlichkeitswirksam vorgestellt werden. Es werden 10.000 Klappkarten in der Leipziger Innenstadt, an Schulen (in Kooperation mit dem Stadtschülerrat) und anderen Jugendeinrichtungen verteilt, bei denen 8 bis 21jährige befragt werden, was sie in Leipzig ändern würden, wenn sie Oberbürgermeister wären und welche Themen ihnen persönlich wichtig sind. Damit gibt das JuPaLe den Jugendlichen (insbesondere denjenigen, die noch nicht zur Wahl dürfen) eine Stimme. Die Klappkarten können in der Mitte durchgetrennt werden - ein Teil ist der Umfragebogen, der andere Teil dient der Werbung neuer Mitglieder für das JuPaLe.

An dem Informationsstand in der Innenstadt sollen sich die Jugendlichen durch Informations- und Pressematerial über die Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl informieren können. Dazu werden von den OBM-Kandidaten vorher gebeten ihr Wahlprogramm für Jugendliche verständlich zur Verfügung zu stellen.

Die Ergebnisse der Umfragen sollen anschließend in der Veranstaltung Klartext...liebe Kandidatinnen und Kandidaten! - Jugendforum zur Oberbürgermeisterwahl in Leipzig am 15.01.2013 den OBM-Kandidaten präsentiert werden, um die Ideen und Interessen der Jugendlichen an die Politik weiterzutragen.


Neues aus dem Projekt (15.11.2012)

Mittlerweile konnte ich das Projekt Jugendbeteiligung noch in einigen weiteren Arbeitskreisen vorstellen und in verschiedenen Einrichtungen bekannt machen. So war z.B. am 07. November der Arbeitskreis Jugend im Schulclub am Adler, wo Vertreter aus den einzelnen Einrichtungen die Möglichkeit zum Austausch haben. Die angebotenen Sprechstunden für Jugendliche, um sich zu beteiligen wurden mit viel Interesse aufgenommen.

Am Montag (12.11.) habe ich gemeinsam mit Jugendlichen aus der Initiative Jugendparlament die Podiumsdiskussion der Oberbürgermeiser-Kandidat*innen im Werk 2 (veranstaltet vom BUND Leipzig) besucht. Die Kandidaten haben sich dabei verschiedenen Fragen rund um den Umwelt- und Naturschutz gestellt. Das Publikum hatte dann noch die Möglichkeit eigene Fragen an die Kandidaten loszuwerden. Die Frage des JuPaLe zur Einbeziehung und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wurde zwar gezogen, bei der Beantwortung jedoch eher auf die Forderung der Senkung des Wahlalters auf 16 eingegangen.

Außerdem habe ich diese Woche am Workshop von der Friedrich-Ebert-Stiftung teilgenommen. In einer kleinen Runde wurde jedem individuell die Möglichkeit gegeben seine Wünsche und Kritik an Leipzig zu äußern. Anschließend wurde in Kleingruppen diskutiert und ein Forderungskatalog erstellt. Auch hier kam die Forderung nach einer stärkeren Beteiligung auf und vor allem der Wunsch Kinder und Jugendliche nicht nur für Alibiprojekte einzuspannen, sondern ihnen auch tatsächlich Verantwortung zu übertragen. Daniela Kolbe hat an diesem Workshop ebenfalls teilgenommen, mit dem Auftrag diese Forderungen weiter in die Politik zu tragen.

Momentan laufen die Vorbereitungen für die Bildungsfahrt mit den Jugendlichen an diesem Wochenende - ich freue mich auf interessante Tage mit hoffentlich spannenden Diskussionen und Inhalten! Nächste Woche werde ich davon berichten :)


Sprechstunden für Jugendliche (19.10.2012)

Letztes Wochenende fand, wie angekündigt, der Kinder- und Jugendkongress im Spinnwerk statt. Leider war ich kurzfristig verhindert, so dass ich doch nicht anwesend sein konnte. Die Jugendlichen der Initiativgruppe Jugendparlament waren aber da, haben sich vorgestellt und waren sehr begeistert von der Veranstaltung!

Seit 15.10. hat der Stadtjugendring eine neue Praktikantin! Ulrike wird für 6 Wochen dabei auch das Projekt Jugendbeteiligung tatkräftig unterstützen. Die Initiativgruppe Jugendparlament konnte sie zur letzten Sitzung (18.10.) schon kennenlernen und sicher wird sie mich auch auf den nächsten anstehenden Terminen begleiten. Ich wünsche ihr einen tollen Start und viele gute Erfahrungen während ihres Praktikums bei uns!

Am 16.10. fand der Hauptausschuss des Stadtjugendring statt, wo Corinna Graf über die Inhalte des Fachplans für Kinder- und Jugendförderung informierte.

Letzte Woche habe ich es schon angedeutet: es sind Sprechstunden für interessierte Jugendliche geplant. Mittlerweile wird das auch schon konkreter: im Planungsraum West stehen mir dafür die Räumlichkeiten des Quartiersmanagement zur Verfügung. Der konkrete Tag bzw. der erste Termin wird noch verhandelt und ich werde ihn dann entsprechend rechtzeitig bekanntgeben. Im Planungsraum Mitte/Süd werden mir Räumlichkeiten im Südpol bereitgestellt, so dass hier die erste Sprechstunde amMontag 12.11. von 16 - 18 Uhr in der Bornaischen Str. 49 stattfinden wird.

Ab diesem Tag werde ich wöchentlich in den Räumlichkeiten des Südpol zu finden sein. Jugendliche, die Ideen haben, wie sie sich in ihrem Stadtteil einbringen wollen, wo sie mitreden und mitentscheiden möchten, sind herzlich eingeladen vorbeizuschauen. Ich möchte euch Raum bieten darüber zu reden, was euch in eurer Umgebung gefällt oder nicht gefällt und was ihr vielleicht ändern möchtet. Vielleicht finden wir ja gemeinsam Lösungsansätze, so dass ihr als Jugendliche gehört werdet und mitentscheiden könnt.

Ich freu mich auf euch :)