Das Barcamp der Jugendverbände in Leipzig war ein voller Erfolg!

Mit dem Barcamp der Jugendverbände etwas Neues wagen
»Die Dokumentation online im Padlet

In diesem Jahr wurde der vierte Fachtag der Jugendverbandsarbeit als Barcamp der Jugendverbände in Leipzig veranstaltet. Das besondere an der Methode: die Grenzen zwischen vortragenden und teilnehmenden Personen sind aufgehoben und alle gestalten an dem Barcamp mit. Was ein Barcamp so besonders macht, haben wir weiter unten für euch beschrieben.

Über 35 junge Menschen zwischen 16 und 36 Jahr haben am Samstag den 16. November 2019 in einem sonnigen und kreativen Ambiente ihre Ideen, Ansichten und ihre Netzwerke und Kontakte miteinander geteilt. Die Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen zeichnet vor allem ein Barcamp aus.

Im Kern geht es bei dem Tag der Jugendverbandsarbeit 2019 in Leipzig um die WIRksamkeit und Selbstwirksamkeit der Kinder und Jugendlichen in den Vereinen und Verbänden. Damit die Mitglieder im Stadtjugendring sich aber nicht nur untereinander treffen (die ja bereits vernetzt sind), sind auch der Stadtschülerrat, Gäste vom Stadtjugendring Freiburg im Breisgau und der Kinder und Jugendring Sachsen mit dabei.

Vorträge und Workshops werden auf einem Barcamp zu »Sessions. Diese stehen zum Anfang des Tages noch nicht fest und werden gemeinsam geplant und durchgeführt. Besonders viel Anklang finden dabei »Konstantin Rethmann aus Freiburg mit dem Thema #update #democracy #now zur aktuellen Situation unserer Demokratie und Entwicklungsmöglichkeiten sowie »Dr. Benno Hafeneger zu Rechtspopulismus und Jugendverbandsarbeit.

Die Sessions vom »Jugendclub Iuventus zu Selbstorganisation und Inklusion, vom »Stadtschülerrat zu Jugend begeistern und erreichen sowie der »Evangelischen Jugend zu Nachhaltigkeit sind ebenfalls sehr spannend und führen sehr schnell in die konkrete Diskussion mit jedem einzelnen der dabei ist.

Insgesamt ist die Mischung der Teilgebenen aus lokalen Akteuren, Gästen aus dem Bundesgebiet und Funktionsträger*innen perfekt für den Austausch und Netzwerkbildung. Die Tagungsvilla als Veranstaltungsort und das leckere vegane Essen tragen ihren Teil dazu bei, das sich jede*r wohlgefühlt, kreativ und interessiert sich einbringt.

Auch im nächsten Jahr werden wir etwas Neues wagen, auch wenn wir bereits jetzt zufrieden sind mit dem Konzept Barcamp der Jugendverbände!

Die einzelnen Sessions wurden vor Ort digital festgehalten und sind durch die Anwesenden im »Padlet online dokumentitert.

Eindrücke vom Barcamp der Jugendverbandsarbeit in Leipzig

Was ist ein Barcamp?

Das Barcamp ist ein offenes Veranstaltungsformat, deren Inhalt von euch selbst zu Beginn der Veranstaltung entwickelt und festgelegt wird. Das Barcamp dient dem Austausch auf Augenhöhe. Wir sind vor Ort digital vernetzt, wobei alle Plattformen auch nach dem Barcamp genutzt werden können, um an den Themen dran zu bleiben.

Ihr seid der Mittelpunkt. Spontan, kreativ und eigenverantwortlich könnt Ihr eure Sichtweisen einbringen. Wir stellen die Struktur, den Ort und die Zeiteinteilung – ihr die Inhalte.

Gemeinsam auf Augenhöhe.

Es gibt keine Aufteilung nach Referent*innen und Zuhörer*innen. Alle können sich einbringen und vor Ort mitentscheiden, was besprochen wird. So wird das Barcamp zu einer „Mit-Mach-Konferenz“. Es gibt keine Hierarchien oder besonderes Wissen, sondern jede Begegnung findet auf Augenhöhe statt.

Alles kann passieren.

Erst am Veranstaltungstag entscheiden die Anwesenden final über das Programm und an welcher Session sie dabei sein möchten. Dafür gibt es verlässliche Strukturen mit ausreichend Räumen und Zeit für die Sessions. Die Programmpunkte finden parallel und nacheinander statt.

Mitbestimmung und Mitwirkung.

Das Barcamp setzt auf Selbstorganisation und Improvisation vor Ort. Die Anwesenden bestimmen selbstständig und gemeinsam die Themen, die sie bearbeiten wollen und wirken dabei mit. So wollen wir Wissen und Erfahrung zusammenbringen.

Wir sind vernetzt.

Der Einsatz digitaler Werkzeuge hat eine wichtige Bedeutung. So können Ergebnisse und Wissen geteilt werden und stehen danach weiter zur Verfügung. Persönlich vor Ort, in den sozialen Medien und durch die digitalen Werkzeuge wollen wir alle Anwesenden miteinander vernetzen.

Was ist eine Session?

Die Sessions sind die einzelnen Programmpunkte, die auf dem Barcamp angeboten werden. Das können Diskussionen, offenen Fragen, Vorträge oder Praxis- und Erlebnisworkshops sein.
 
Zum Beginn eines Barcamps gibt es bereits einige Ideen und Themen, die vor Ort durch die Anwesenden ergänzt werden. In einem ersten Beitrag stellt jede*r, die oder der selbst eine Session einbringen möchte, das Thema, die Frage oder das Anliegen vor.

Eine gute Tradition von Barcamps: Wer zum ersten Mal bei einem Barcamp dabei ist, sollte am besten selbst eine Session einbringen, um das Format besser kennenzulernen. Allerdings ist das natürlich kein Muss.

Haben alle Anwesenden einen guten Überblick über die angebotenen Sessions, wird abgefragt wie viele Personen an den einzelnen Sessions teilnehmen möchten.

Der Gastgeber des Barcamps entscheidet daraufhin, ob und in welchem Raum er diese Session anbietet. Die Sessions finden dann parallel und nacheinander statt.