Demokratiewerkstatt - ein kurzer Bericht
von Galina H.
Als ich hörte, dass eine Demokratiewerkstatt stattfindet, fragte ich mich: „Was ist eigentlich Demokratie?“
Zuerst kommt der Gedanke, dass Volksherrschaft als Demokratie bezeichnet wird. Danach verband ich das Wort Demokratie mit Politik, in dem ich dachte: Jeder Wahlberechtigte darf an Wahlen und Abstimmungen teilnehmen (aktives Wahlrecht) und besitzt ein passives Wahlrecht (darf selbst bei Wahlen kandidieren). Aber im Alltag? Demokratie als Lebensform? Ist Demokratie nur etwas für Politikbegeisterte!? Und warum denken wahrscheinlich nur wenige über Demokratie nach?
Meine Neugier war geweckt und ich meldete mich spontan für die Demokratiewerkstatt an.
Am 12. Juni war es dann so weit. Mit den obigen und weiteren Fragen haben wir uns in der Demokratiewerkstatt beschäftigt. Die Demokratiewerkstatt fand in einer Gruppe mit ca. 10 Teilnehmern aus verschiedenen Altersgruppen und Interessengebieten statt. Nach einer kurzen Kennenlernrunde ging es dann auch gleich los.
Wir haben debattiert und in praktischen Übungen und Spielen demokratische Prozesse erfahren. Jeder von uns hat für sich etwas Neues entdeckt, vielleicht konnte nicht jeder gleich mit anderen Worten den Begriff Demokratie definieren, aber tief im Inneren hatte jeder für sich doch ein Gefühl dafür entwickelt.
Am Ende des Tages war uns bewusst, dass Demokratie ein sehr breit gefächerter Begriff ist. Demokratie muss man bewusst leben. Dennoch ist Demokratie unpersönlich. Eine Handlung, Entscheidung oder Situation kann demokratisch sein, obwohl sie mir selbst unangenehm ist. Man muss selbst aktiv werden und seine Meinung kund tun. Wer Demokratie leben möchte, muss seine bequeme Haltung (passiv, neutral) ablegen und einen festen Standpunkt beziehen. Nur so ist es möglich, etwas zu ändern und zu bewegen.
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