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"Mehr Geld macht nicht automatisch klüger." (S. Tillich)Der Kinder- und Jugendring Sachsen e.V. denkt nach über die Äußerungen des sächsischen Landesvaters: Was klingt wie eine Erkenntnis nach der letzten Diätenerhöhung im Sächsischen Landtag, mutiert letztlich zur Ankündigung weiterer Einschnitte in den Bereichen Bildung und Soziales durch den sächsischen Ministerpräsidenten, Stanislaw Tillich. Damit unterstützte er am Wochenende die Forderungen seines hessischen Kollegen Koch nach einem „Weniger“ in den genannten Bereichen, wenngleich er dies noch mit einem „Langsamer“ zu kaschieren sucht. Was für die eine Seite der CDU / CSU eine „Bankrotterklärung“ für die eigene Partei und deren Verkünder „Brandstifter und gedankliche Dinosaurier“ sind, ist für die anderen ein geeignetes Mittel, die Staatsfinanzen in Ordnung zu bringen. Schade, dass Herr Tillich allzu schnell seine Entscheidung bei der Seitenwahl getroffen hat. Freiheit, Verantwortung, Solidarität sind die Kernaussagen des Koalitonsvertrags der christlich-liberalen Regierung Sachsens. Wo von gut gebildeten, sozial kompetenten, weltoffenen und kreativen Menschen als der Grundlage für eine künftige Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit und Investitionen im Bildungsbereich als eine nachhaltige Zukunftspolitik geschrieben wird, ist nun die Rede davon, dass alles erreicht werden soll, „ohne immer mehr Geld ins System zu pumpen“. Warum die Selbstbeschränkung bei Investitionen in Bildung, sozialen Zusammenhalt, Kinder und Jugendliche, vernünftige Arbeits- und Lebensbedingungen in diesem Land wo doch an anderer Stelle wesentlich größere Beträge überraschend schnell, großzügig und unbürokratisch verteilt werden? Im Interesse Sachsens mögen sich innerhalb der CDU in der jetzigen Debatte jene durchsetzen, die jeden in die Wirtschaftsförderung investierten Euro daran messen, wie er durch schulische und außerschulische Bildung von Kindern und Jugendlichen gegenfinanziert wird. Ohne die entsprechenden klugen, engagierten und verantwortungsvollen Köpfe ist die leistungsfähigste Maschine nichts wert. Kristina Schröder, Bundesjugendministerin und Mitglied der CDU, fasst den Gedanken wie folgt zusammen: „Anstatt die Lasten für die Fehler der Vergangenheit auf Kinder abzuschieben, brauchen wir eine Haushaltspolitik, die auf die Zukunft ausgerichtet ist. Kinder sind die Zukunft unseres Landes.“ In diesem Sinne, Herr Tillich, auf unsere Zukunft! |