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2. Internationale Demokratiekonferenz Leipzig 2011
Ein etwas umständlicher Titel für eine Konferenz, die den Anspruch hatte, Jugendliche mit Politikern ins Gespräch auf Augenhöhe zu bringen. Das Konzept war dabei gar nicht so kompliziert. Es wurden viele Jugendliche eingeladen, darunter ausländische Vertreter des Europäischen Jugendparlaments und des Theodor-Heuss-Kollegs, außerdem über 100 LeipzigerInnen. Auf der anderen Seite waren ca. 80 Politiker angefragt, von denen leider nur knapp über 30 wirklich zusagten und anwesend waren.
Gemeinsam sollte dann im Open Space diskutiert werden. Dabei darf jeder der möchte ein Thema einbringen, zu dem sich dann Interessenten finden, die eine Diskussionsgruppe bilden. Das Modell ist für so große Teilnehmerzahlen gut geeignet und sehr liberal in seinen Regeln. Wenn man das Gefühl hat, in der Gruppe wird doch nicht das besprochen, woran man eigentlich interessiert war, dann kann man diese verlassen und sich einer neuen anschließen. Dieses Prinzip hat gegenüber Podiumsdiskussionen viele Vorteile und ist vor allem auch für die Jugendlichen ansprechend.
Politiker-Reden wurden trotzdem ausreichend gehalten: OBM Burkhard Jung eröffnete und schloss, und Bundestagspräsident Norbert Lammert stand nach einer langen Ausführung über Demokratie, Gesellschaft und Politik auch zur (ausführlichen) Diskussion zur Verfügung.
Der Stadtjugendring hatte mit seinen Partnern ein Jugendforum organisiert, welches für die Leipziger Teilnehmer direkt vor der Konferenz statt fand und den Teilnehmern die Möglichkeit bot, sich ein bisschen kennen zu lernen, sich gegenseitig ihre Ergebnisse der Schulprojekttage und Workshops vorzustellen und in kleinen Gruppen zu diskutieren, was man im Anschluss bei der Konferenz einbringen könnte.
Zusätzlich hatten wir eine kleine Lounge gestaltet, in der sich die Leipziger während der Konferenz immer wieder treffen konnten und auch mit Lokalpolitikern wie Stadträtin Frau Hollick, dem Landtagsabgeordneten Holger Mann oder der Bundestagsabgeordneten Daniela Kolbe ins Gespräch kommen konnten.
Die Auf- und Abbauphasen waren zwar stressig und anstrengend, aber alles in allem war die Konferenz von kleineren Enttäuschungen abgesehen eine sehr schöne Erfahrung und Bereicherung. |